1. Innovative Ski für den Winter 2011/12

    Muss ein Ski aussehen wie ein Ski?

    Länger als breit ist klar, aber ansonsten? Die großen Innovationen der Vergangenheit waren die Stahlkante und die Taillierung. Seitdem fahren Ski fast wie von selbst, greifen auch auf Eis. Ein breiterer Ski macht im Tiefschnee mehr Spaß, wird aber auf der Piste irgendwann unfahrbar… Wer jedoch denkt, dass die Skihersteller mit ihrem Latein am Ende wären, der liegt falsch.

    Seit einigen Jahren sind Ski mit inversen Sidecuts und inverser Vorspannung erhältlich - die surfbrett-ähnlichen Latten fahren im Pulverschnee sensationell, auf der Piste und sonstwo aber überhaupt nicht mehr. Seit letztem Jahr hingegen sind Rocker voll im Trend: Eine frühere Aufbiegung lässt den Ski im Tiefschnee schneller aufschwimmen, liegt durchgebogen auf der Piste aber immer noch mit voller Kantenlänge auf - zumindest an der Front ist ein kleiner Rocker also einigermaßen sinnig. Armada hat zuerst verstanden, dass die Kombination aus tarditionellem Ski und “Wasserski” ein guter Kompromiss ist. Dieses Jahr hat man die nur Detailverbessert, andere Längen sind im Angebot. Eine ähnliche Strategie fährt auch Atomic, bis auf neue Farben bleiben die Modelle Bent Chetler, Access, Atlas und Blog aber unverändert.

    Und sonst keine Innovation?

    Doch, es wird noch experimentiert. Erwähnenswert an dieser Stelle: Salomons BBR, der Ski der den klassischen Sidecut durch einen V-Sidecut ersetzen soll - die Schaufel ist erheblich breiter als das Skiende, dennoch ergibt sich durch eine schmale Taille ein kleiner Radius, wodurch er auf der Piste Spaß macht, während die breite Nase abseits der Piste Uboot-Fahrten entgegen wirkt. Form und Design sind an Wasserski / Surfbretter angelehnt, das ganze gefällt und sollte schleunigst ausprobiert werden. 

    Bei DPS machte ein ziemlich unorthodoxer Ski auf sich aufmerksam: Statt einer geraden Kante und einem ebenen Belag verfügt der mit der “Cleat-Technology” ausgestattete Spoon 150 Ski über eine leichte Aufbiegung der Kanten, nur an wohldefinierten Stellen vorne und hinten ist der Ski markant ausgebeult. Das Resultat: Dort wird die Kante immer greifen, während der Rest des Skis (gerade im Tiefschnee) unirritiert auch quer gleiten kann. Ich wäre auf eine Testfahrt gespannt, ich befürchte zu wenig Halt auf Eis direkt unter der Bindung, interessant ist das Konzept aber allemal. 

    LaSportiva - meines Erachtens nach genialer Schuhhersteller aus Italien - zeigte auch eine Bindung und diverse Ski, anscheinend optimal passend zu den eigenen Carbon-Skischuhen. Bei der Bindung handelt es sich um eine Alu-Dynafit (238g), bei den Ski um interessant gebogene, äußerst leichte Latten. Mangels eigenem Know-How dürften die Teile aber entweder gut gelabelt oder einfach unbrauchbar sein. 

    Am Stand von Powder Equipment fand sich dann der interessanteste Ansatz, die Vorspannung des Skis für ein besseres Fahrverhalten in allen Situationen zu modifizieren: Der “Powder Equipment Future Camber” steht für eine höchst inkonventionelle Vorspannung: An der Skispitze findet sich eine leichter Rocker, nach 35cm setzt der Kontakt ein. Ab dort ist der Ski konventionell vorgespannt, jedoch nur bis unter die Bindung, wo der Ski erneut Bodenkontakt hat, nur um dann nochmals konventionell vorgespannt zu sein, bis das Skiende flach mit Kontakt ausläuft. 

    Sinn und Zweck dieser Wellenlinie? Der Rocker dürfte klar sein, die normale Vorspannung ebenfalls. Der Böppel unter der Bindung allerdings führt dazu, dass der Ski unterhalber des Schuhs sofort und massiv greift - was optimal auch für eisige Pisten ist. Im Tiefschnee biegt sich der Ski etwas leichter durch, Schweben für alle. Dank der gewohnt niedrigen Gewichte ist selbst der breiteste Ski, der Pionier, noch einigermaßen tourentauglich. Type B (100mm underfoot) und Type A (90mm underfoot) kommen ebenfalls mit dem Futurecamber und richtig niedrigen Gewichten. 

    1, 

     

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  2. Komperdell @ ISPO2011

    Kann man an Stöcken noch irgendetwas entwickeln? Die Teile sollten möglichst stabil sein, die richtige Länge haben, man kann die Farbe ändern, aber sonst?

    Wer nicht glaubt, dass da einiges geht, muss nur bei Komperdell vorbeischauen. Die Jungs sehen eine Zeltstange, schauen dann Ihre Stöcke an und haben eine geniale Idee: Der Komperdell Klapp-Stock besteht aus vier kleinen Segmenten, die über einen Gummizug und eine Verriegelung zu einem verbunden werden können. Zusammengefaltet ergibt sich aber der kleinste Tourenstock der Welt!

    Die Modelle Approach Titantal und Approach Carbon lassen sich auf eine minimale Länge von 34cm zusammenfalten, es gibt Versionen in unveränderlicher, ausgeklappter Länge und solche mit einer kleinen Anpassung per klassischer Klemmung. 

    Für Rennfahrer und solche, die es gern wäre, empfehlen sich natürlich Stöcke mit Griffschlaufe - sei es, um Pylonen (Glasfaser / Menschlich) aus dem Weg zu boxen, oder nur um sich etwas professioneller vorzukommen. Bei einem Sturz kann das ganze aber ziemlich hinderlich sein - aber keine Panik, Komperdell regelt auch diesen Fall mit einer flexiblen Griffschale…

     

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  3. The North Face @ Ispo 2011

    The North Face bleibt seinem Trend der letzten Jahre treu - und konzentriert sich auf seine verschiedenen Serien. 

    Einen wachsenden Anteil scheint dabei die Fashion-Kollektion zu haben, eines der wenigen interessanten Teile (wenn auch in anderer Farbe) ist der Men’s Traction Chukka. Ein ziemlich legeres Teil, gut isoliert und mit griffiger Laufsohle, knöchelhoch. Der Schuh bringt den Look von den Basislagern der Welt in die Großstadt, gefällt. Weiterer Pluspunkt: Er besteht aus recycltem Ripstop-Material, isoliert wird per 500er Daunenfüllung. Das Fußbett ist aus Schaumstoff, die Gummisohle wiederum zu 40% recycelt - und am Fuß wirkte der Chukka einfach noch komfortabel.

    Außerdem konnte ich mich noch für das Enzo-Jacket begeistern, eine vielseitige Jacke zum Backcountry Skifahren, geschneidert aus Pro-Shell. Wichtiger aber (TNF-typisch) Belüftung, Schneefang, asymmetrischer Reißverschluss, farblich abgesetzte Reißverschlüsse und ein Recco-Lawinenrettungsreflektor…

    Das wirklich funktionelle Highlight der Summit Series 2011 bleibt der Patrol 34 Rucksack. Im Vergleich zu sämtlichen anderen so flach bauenden Rucksäcken hat er einfach mal 10l Volumen mehr, möglich durch die größere Höhe. Die diagonale Skimontage macht Sinn, gut verkaufen lässt sich auch die Konstruktion aus (Achtung, Marketing) “Indestructible-Bombastic” Kfz-Airbagmaterial - reißfest dürfte er also sein. Wirklich sinnvoll sind aber auch der lange Seitenreißverschluss als alternative Zugriffsmöglichkeit ins Innere, die Abriebszonen sind sinnig verstärkt. Alleinstellungsmerkmal: Steigeisentasche an der Unterseite, verhältnismäßig riesiges Fellefach - die integrierten Sortierhülsen und Lawinen-Sicherheits-Checkliste sollten eher zur Standardausrüstung gehören.

    Nicht besonders Funktionell, aber einfach klasse durchgestylt: Das Grentz Jacket

     

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  4. Ispo-News 2: Neue Rucksäcke

    Auf der ISPO gab es, das muss ich mal generell sagen, viel neues, aber nicht sehr viel. Bei vielen Herstellern, zum Beispiel Haglofs, hatte ich viel mehr ein Dejavu und glaubte im letzten Jahr angekommen zu sein. Auch Bergans, MSR, und viele weitere Bekleidungs und Ausstattungs-Hersteller (bes. Bindungen) schienen eher langsam zu entwickeln, Evolution statt Revolution. 

    Erfreulich viel neues gab es aber im Bereich der Rucksäcke!

    Neu #1: Vaude Daypack 24 - ein ziemlich durchdachter Freeride-Rucksack für Tagestouren, mit schnell erreichbarem Sonden-Schaufelfach (allerdings dadurch recht unförmig), ansonsten aber gelungener Aufteilung, körpernahmen Sitz und der Möglichkeit, Ski sowohl Diagonal als auch seitlich zu montieren. Der weit runter gezogene Reißverschluss erlaubt einen Zugriff auf alle Sachen im Rucksackinneren. 

    Weg von den Outdoor-Rucksäcken (oder zumindest nicht hin) scheint Gregory zu entwickeln: Eine komplett neue Serie von Kofferrucksäcken, allesamt sehr funktionell und durchdacht gestaltet, sprechen eher den Vielflieger und Hostelreisenden an als Extremsportler. Für klassisches Reisen aber sicher eine sehr komfortable Variante.

    The North Face hatte als interessantestes Modell der Rucksackkollektion dieses 34l Modell aus der Summit Serie am Stand. Ein Steigeisenfach, diverse Möglichkeiten zur Skibefestigung (Diagonal, Senkrecht, links und rechts), sehr organisierte Fächer für Lawinensonde und Schaufel machen einen guten Eindruck. Die Rückenkonstruktion ist sehr körpernah und funktionell, aber fast schon grob zu bezeichnen: Eine rauh ausgeformte Polserplatte dürfte Verrutschen gänzlich verhindern. Für mich der perfekte Rucksack für Alpine Touren und Bergführer. 

    Steigeisen? Seil? Brauch ich alles nicht! Dann ist aus der Summit Serie dieser deutlich kleinere, leichtere 20l Rucksack erwähnenswert, der durch extrem flachen Schnitt, ein isoliertes Trinkschlauchfach und genauso praktische Skifixierungen zu überzeugen weiß. 

    Die Rucksäcke am Stand von Arva waren zwar stylisch, dafür aber schon fast bevormundend organisiert, ich befürchte mit der falschen Schaufel kommt es schon zu Inkompatibilitäten…

     

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  5. Powder Magazin - 1st online ski freeride magazin

    Zeitungen lernen dazu und so finden sich vermehrt schöne Publikationen in digitaler Form. Als erstes seiner Art kommt nun das Powder Magazin als quasi eBook mit schicken Bildern, einfacher Bedienung und der richtigen Einstimmung auf die Wintersaison, da gerade vielerorts der erste Schnee fällt.

    Enjoy —> http://powdermagazin.de

     

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  6. Ohne Worte - ein Genuss!

     

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  7. Ausprobiert: Evoc Freeride Pro Rucksack

    Richtig gute Rucksäcke zum Skifahren und Snowboarden sind rar. Entweder sie sind zu dick, um damit Sessellift zu fahren, oder sie hüpfen auf dem Rücken auf und ab oder es lassen sich keine Ski daran befestigen oder oder oder. Bisher war ich fest davon überzeugt, das Mammuts Powder der beste Rucksack zum Freeriden sei - bis ich den Evoc Freeride Pro ausprobiert habe.

    Das besondere an ihm ist sicher die Tatsache, dass ein Rückenprotektor mit eingebaut ist “For Stunts without regrets” - eine sinnvolle Sache für alle,…

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  8. Mal abgesehen davon das Gelb und Blau schöne Farben sind: Der Evoc Freeride Pro ist der am besten sitzende Rucksack, den ich je getragen habe - selbst mit großen Ski, wie den Powder Equipment Type B. Andere Rucksäcke kapitulieren bei einer Breite von 105mm unter der Bindung, hier ist das alles kein problem…

    Mal abgesehen davon das Gelb und Blau schöne Farben sind: Der Evoc Freeride Pro ist der am besten sitzende Rucksack, den ich je getragen habe - selbst mit großen Ski, wie den Powder Equipment Type B. Andere Rucksäcke kapitulieren bei einer Breite von 105mm unter der Bindung, hier ist das alles kein problem…

     

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  9. Dieser perfekte Hang unterhalb der Deutschen Hammerspitze endet nach oben in einem Couloir - und bietet oft länger als viele andere Hänge klasse Schnee… so wie hier, als der Rest der Gegend bei 14°C Wasserski fuhr…

    Dieser perfekte Hang unterhalb der Deutschen Hammerspitze endet nach oben in einem Couloir - und bietet oft länger als viele andere Hänge klasse Schnee… so wie hier, als der Rest der Gegend bei 14°C Wasserski fuhr…

     

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  10. Am Stand von Back Country Access

    1. Ich: Ich besitze einen Tracker 1 - warum sollte ich einen Tracker 2 kaufen?
    2. BCA: Gute Frage
    3. Ich: Sie müssen es wissen, überzeugen sie mich!
    4. BCA: Du solltest dir keinen kaufen. Der bisherige Tracker funktioniert und wird dir noch mindestens 10 Jahre Sicherheit verschaffen...
    5. Ich: Danke für die ehrliche Antwort.
     

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  11. Kawumm - schöner Schnee an der Kanzelwand, Leonie drückt den Auslöser und ein traumhafter Moment ist eingefangen… pow pow Freeride!

    Kawumm - schöner Schnee an der Kanzelwand, Leonie drückt den Auslöser und ein traumhafter Moment ist eingefangen… pow pow Freeride!

     

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  12. Scott, ehemals bekannt als ScottUSA, heute aber eher auf seine Qualität versprechenden Schweizer Wurzeln bedacht, bringt für den Winter 2011 einige sehr vielversprechenden Neuigkeiten.

    Angefangen von einem frischen, schicken Design für die altbewährten Ski und Brillen - besonders gefallen mir die Witness-Goggle und der Pure Ski, dezent weiß mit viel Sichtholz, die Stunt-Reihe weiß mich nicht ganz so zu überzeugen, aber ebenfalls alles andere als hässlich.

    Die Freestyle-Modelle bleiben Funky, etwas zu Funky, wenn man mich fragt, aber das entsprechende Klientel wird Ski wie P3 und P4 schon mögen.

    Wirklich erfreulich aber: Scott baut den letztes Jahr eröffneten Ski Mountaineering Bereich mächtig aus. Mit leichten Ski den Hang selbst verdienen, mit einer unverspurten Abfahrt und menschenleerer Bergwelt für die Mühen des Aufstiegs belohnt werden, das macht Sinn.

    Und so gesellen sich zu dem schon bekannten Crus’Air der noch dickere Powd’Air, dessen Einsatzbereich relativ offensichtlich ist, und der etwas schmalere Xlpor’Air, der Couloir- und Steilhangfetischisten glücklich machen sollte.

    Alle diese Ski haben einen leichten Holzkern, ummantelt von jeder Menge Sichtcarbon. Das die Bretter aber keine leichten Zahnstocher sind, beweist das zwar geringe, aber nicht zu geringe Gewicht und die saubere Konstruktion.

    Unter der Bindung bieten die Ski jetzt (gerundet) 80, 90 und 100mm, was in etwa den vollständigen, sinnvollen Tourenbereich umfasst. Radien von 16-18m machen in jedem Gelände Spaß und ein Gewicht von 1540 - 1740g ist absolut vertretbar, mit einer Dynafit-Bindung kombiniert ergibt sich ein sehr leichtes Setup, mit einer Freeride-Bindung ala Diamir Freeride Pro ein wirklich Backcountry taugliches Set für jeden Tag auf und neben der Piste.

     

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  13. Go-Shred Die Mitfahrgelegenheit in den Schnee

    Skifahren und Snowboarden sind so mit das spaßigste, was es gibt. Einziger Haken: Schnee gibt es nur in den Bergen, und auch dort immer weniger.

    Das sind gleich zwei Probleme:

    1. Man muss in die Berge

    2. Man will nicht dafür sorgen, dass es immer weniger Schnee gibt

    Das Problem vom In-Die-Berge-Fahren: Die Straßen sind überfüllt, man steht im Stau, es braucht Zeit. Mit dem Zug fahren? Keine wirklich alternative, denn welcher Skiort hat schon einen Bahnhof?

    Das Problem vom Auto fahren: A) Man hat kein Auto oder B) Autofahren überfüllt die Straßen noch mehr, und tut nicht gerade etwas für die Umwelt.

    Die Lösung: www.go-shred.com

    Mitfahrgelegenheiten gibt es ja schon länger, aber bisher noch keine, bei denen man sein Ziel-Skigebiet eingeben konnte. Auf Go Shred kann man entweder Fahrten anbieten oder suchen, entweder seine eigenen Benzin-Kosten senken oder günstig in die Berge fahren.

    Das ganze ist kostenlos, und könnte einen guten Beitrag dazu leisten, Bergsport unweltverträglicher zu machen… ich hoffe auf rege Beteiligung… in diesem Sinne: Go Shred!

     

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  14. Fritschi setzt bei ihrem Erfolgsmodell Freeride auf Evolution - die Bindung ist seit gefühlt 10 Jahren in drei Schritten nur sehr gemächlich weiterentwickelt worden, mal hier ein Detail, dort ein bisschen, aber nichts revolutionäres. Das zeigt, dass man sich sehr genau überlegt, was wirklich besser ist, und den Kunden das Gefühl ersparen will, nach 1-2 Jahren nicht mehr up-to-date zu sein.

    Jetzt also kommt nach der Version “Plus” das Modell “Pro” - es behält die Vorteile der Plus, nämlich den gedämpften Schlitten und die verbesserte Kraftübertragung über eine größere Grundplatte, und fügt noch einige Vorteile hinzu:

    + Optimierter Drehpunkt wie bei der Diamir Eagle für höheren Laufkomfort

    + Neue vordere Grundplatte für bessere Kraftübertragung

    + Verbesserte Verriegelung hinten, die ein Rausspringen auch bei extremer Durchbiegung verhindert

    + Jede Menge Style, serienmäßig mit roten Grundplatten, optional weiß

    + Extra Breite, auch mit eingeklicktem Schuh bedienbare Harscheisen

    + 2190g - nicht leicht, aber dank der verbesserten Aufstiegsperformance nach wie vor die bequemste und stabilste vollwertige Tourenfreeride-Bindung

     

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  15. Tourenschuhe sind eine immer besser werdende Sache. Warum? Sie werden immer steifer, was ihre Abfahrtperformance deutilch näher an die von reinen Alpinschuhen brint, gleichzeitig bleiben sie aber leicht, mit einer vernünftigen Gehfunktion und einer Profilsohle ausgestattet, was den Komfort in den Astronautenschuhen doch deutlich erhöht!

    Neue Modelle: Dalbello bringt mit dem Virus das erste mal einen Tourenschuh und räumt gleich mal einen ISPO Award ab. Warum? Schön grün, satte, 20° Neigung nach vorne und hinten möglich, mittelleicht (1800g) und mit der gewohnt guten Dalbello Passform, ca. 100er Flex, quasi der Krypton für die Tour. Den erwähnten Freeride-Schuh gibt es wieder als Freestyle und Park Modell, die Farben sind dabei langsam am Limit, was die Durchgedrehtheit angeht.

    Garmont bringt den Helix, einen 3,5 Schnaller, Dynafit-ready, 1600g leicht und dafür ziemlich steif. Ein guter Schuh, wenn man ein ausgewogenes Verhältnis aus Bergauf und Bergab sucht. Wer hingegen nur bergauf will, wird mit dem Literider und Megarider glücklich, die Schuhe wiegen lediglich 1000 / 1200g und sind ein Traum um bergauf zu fliegen. Bergab allerdings mit erheblichen Einschränkungen zu genießen.

    Sowohl Garmont, als auch Dalbello und Scarpa scheinen mir einen deutlich besseren Leisten als z.B. Black Diamon zu haben, der aus mehr Erfahrung im Schuhbau resultiert und die Passform gegenüber den BDs, die eher für dicke Amifüße gebaut worden zu sein scheinen, erheblich steigern.

     

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